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Reiseziele, Balaton, Ungarn

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Impressum

Balaton / Plattensee

Balaton Segelschiffe

  1. Geographische Lage:          Westungarn
  2. Zufluss:                                  Zala   
  3. Abfluss:                                  Sió Kanal
  4. Höhe über Meeresspiegel: 104 m
  5. Fläche:                                   594 m²
  6. Seelänge:                              79 km
  7. Seebreite:                             12,7 km
  8. Volumen:                              1,9 Mrd m³
  9. Umfang:                                195 km
  10. Maximale Tiefe:                   12,5 m
  11. Besonderheiten:                  größter See Mitteleuropas, Weinanbau, Schnapsbrenner

Video vom Balaton / Plattensee in Ungarn


 



Inhalte


  1. Allgemeines


  1. Angeln


  1. Autofähre am Balaton/Plattensee


  1. Balaton durchschwimmen


  1. Balaton Schifffahrt


  1. Balaton Urlaub mit Kinder


  1. Büffelreservat am Kis-Balaton


  1. Flora und Fauna


  1. Fischerei


  1. Geografie des Plattensees


  1. Gelogie


  1. Heviz Balaton Airport


  1. Hydrgrafie


  1. Kis-Balaton


  1. Naturschutz -Nationalpark Balaton-Oberland


  1. Orte am Balaton Plattensee


  1. Reiterhof am Balaton


  1. Strände Plattensee Balaton


  1. Tabakläden am Balaton


  1. Thermalbäder am Balaton


  1. Tourismus und Sportmöglichkeiten am Balaton


  1. Verkehr und Wirtschaft


  1. Wellengang  + Wasserpegel und Strömungen des Plattensee


  1. Zu- und Abflüsse

  1.  










































Allgemeines


Der Balaton (deutsch Plattensee) liegt in Westungarn, ist der größte See West- und Mitteleuropas und neben dem Neusiedler See im Burgenland auch der bedeutendste Steppensee Mitteleuropas. Insgesamt ist er 79 km lang und in der Mitte 7,8 km breit.
Die Fläche beträgt 594 km², damit ist er 12 km² größer als der Genfer See und 60 km² größer als der Bodensee.

Durch die Halbinsel Tihany wird er in der Mitte seiner west-östlichen Längsausdehnung auf 1,3 km eingeschnürt. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 3,25 m, die maximale Tiefe 12,5 m. Diese geringe Tiefe erleichtert die Durchwärmung, im Sommer steigt die Wassertemperatur auf bis zu 28 °C. Das Südufer des Sees ist flach, das Nordufer wird von den Weinbergen des Badacsony und den Ausläufern des Bakony gesäumt.
Die Römer nannten den Balaton "Pleso". Der ungarische Name stammt vom slawischen "blatna", was so viel bedeutet wie sumpfige Marsch. Die Strände, die Heilbäder und die Thermalquellen um den See ziehen viele Badetouristen an, neben der Hauptstadt Budapest, dem wichtigsten Tourismuszentrum Ungarns. Wirtschaftliche Bedeutung haben der Weinanbau und der Fischfang.
 

Geografie des Plattensees

Der Balaton liegt in der Mitte Transdanubiens zwischen dem Südostrand des Bakony-Gebirges, dem Somogyer Hügelland und der Landschaft Mezőföld.
Flussmündung der Zala in den Balaton. Im Hintergrund die Stadt Keszthely


 
Geologie

Die Landschaft des Balatons ist hauptsächlich aus mesozoischen Schichten aufgebaut, die den Gesteinen der Alpen ähneln. Dieses Krustensegment wurde jedoch nach Osten verschoben bevor die Alpen aufgestaucht wurden. Daher haben die Schichten ihren ursprünglichen Verbund bewahrt. Der Balaton entstand etwa vor 15.000 Jahren im Holozän durch Errosion. Vermutlich wurde das Becken durch Wind frei geweht. In der Nähe der heutigen Stadt Keszthely bildeten sich mehrere kleine Seen, die sich miteinander verbanden und im Laufe von 5.000 Jahren nach Nordosten vergrößerten. Geologische Formationen zeugen von einem einst regen Vulkanismus. Sichtbar wird dies an den Basaltsäulen am Badacsonyberg, dem Geysirkegel in Tihany oder dem Thermalsee von Hévíz.



Hydrografie/Hydrologie

Der Wasserstand des Balaton wird durch Niederschlag, Zufluss, Verdunstung und die Wasserstandsregelung der Sió-Schleuse beeinflusst. Auf das 5.800 km² große Einzugsgebiet gelangen jährlich knapp eine Milliarde Kubikmeter Regenwasser, die den Balaton oder zumindest das Grundwasser speisen (das ist der jährliche Wasserverbrauch der 16 Millionen Einwohner von Nordrhein-Westfalen). Die 370.000.000 m³ Niederschlag direkt auf den Balaton sowie 500.000.000 m³ Wasserzufluss durch die Zala und zahlreiche Bäche ergänzen den Seebestand. Durch Verdunstung im Sommer ist ein Abfall des Wasserspiegels um mehrere Zentimeter zu beobachten.
Die Sió floss ursprünglich direkt in den Balaton. Beim Bau der Eisenbahnlinien war die Wasserstandskontrolle des Balatons nötig geworden. Der vorher stark schwankende Wasserstand hätte die Bahndämme und damit den Eisenbahnverkehr gefährdet. Die Fließrichtung der Sió wurde umgekehrt, so dass eine Entwässerung des Balatons zur Donau hin möglich ist, die Sió-Schleuse reguliert den Abfluss aus dem See. Steigt der Wasserstand über die obere Marke von 110 cm wird die Schleuse geöffnet.
Bis 1977 sollte der Wasserstand des Balatons zwischen 70  und 100 cm liegen. 1977 wurde das obere Niveau um 10 cm angehoben, die Regelwasserhöhe liegt zwischen 70 cm und 110 cm. Mit dieser Anhebung wurde die im See gespeicherte Wassermenge bedeutend erhöht und damit verbesserte sich die Wasserqualität des Sees. Der Wasserpegel des Balatons wird mit dem Nullpunkt der Messlatte in Siófok verglichen, der einer Höhe von 103,41 m über der Ostsee entspricht. Im Falle von überschüssigen Niederschlägen wird das überflüssige Wasser über den Sió-Kanal durch die Schleuse in die Donau abgelassen.
Die Verdunstung spielt für die Höhe des Wasserspiegels eine extreme Rolle, dies kann sich täglich bis zu einem Zentimeter auswirken, was eine Wassermenge von 6 Millionen Kubikmetern ist.


Wellengang des Plattensee

Abhängig von der Windstärke entstehen Kapillarwellen von 0,5 m bis 2 m Höhe bedingt durch den Druck des Windes auf die Wasseroberfläche. Die geringe Tiefe und die niedrige Viskosität, des im Sommer dadurch sehr warmen Wassers, begünstigen die Wellenbildung. Der meist quer über den See wehende Wind wird durch die Hügel und Täler im Norden zum Pulsieren gebracht. Das führt zu einer Abfolge höherer Wellen und wellenfreier Intervalle. Trotz der Binnenlage können aus beiden Einflüssen relativ hohe Wellen entstehen. Die größte Welle wurde bisher bei Nordwind in Ufernähe mit 1,82 m gemessen, in der Seemitte mit 1,95 m. Durchschnittliche Wellen sind einen Meter hoch bei einer Länge von 2 bis 12 Metern, beim Abflauen laufen sich die Wellen innerhalb von zwei Stunden tot.



Wasserspiegel

Da sich bei Windeinwirkung beträchtliche Wassermengen des Balaton mit dem Wind verlagern, tritt ein deutlicher Wasserspiegelabfall bzw. -anstieg auf. Winde in Längsrichtung des Sees verursachen die größten Ausschläge mit einer Schwingungszeit von 5-11 Stunden. Querschwingungen, Rückläufe und die Brechung durch Buchten machen genaue Vorhersagen unmöglich. Der größte bisher beobachtete Ausschlag am 14. Mai 1962 senkte den Wasserspiegel bei Keszthely neun Stunden um 45 cm und bei Alsóörs stieg er um 52 cm an. In Querrichtung wurde der größte Ausschlag (Schwingungsdauer 1,5 h) bei Nordwind im südwestlichen Becken zwischen Alsóörs (–52,5 cm) und Siófok (+37,5 cm) gemessen.

 
Strömungen

Die Erdrotation und der Wind beeinflussen die Strömungen im See. Die Strömung an der Oberfläche ist wegen der Hauptwindrichtung aus Nordwest in Richtung Nordost, am Grund des Sees begünstigt. Durch die Erdrotation gibt es eine Rückströmung von Ost nach West. Die starken Ausschläge des Wasserspiegels erzeugen hohe Strömungswerte zwischen den einzelnen Becken und auch innerhalb von Becken und Buchten. Die höchsten Strömungswerte mit Geschwindigkeiten bis zu 2 m/s finden sich zwischen der Halbinsel Tihany und dem Ufer bei Szantód, wo der Austausch in dem engen Übergang zwischen dem nördlichen und dem südwestlichen Becken stattfindet.


Meteorologie/Wind

Die vorherrschende Windrichtung, von den Fischern am See auch Hauptwind genannt, ist im Südwesten des Balaton um Tihany und Keszthely „Nord“ und im Osten zwischen Balatonkenese und Tihany „Nordwest“. Außerhalb der Frühjahrs- und Sommermonate sind allerdings Winde aus SO und SW vorherrschend. Stürme sind in der Region zwar nicht die Regel, allerdings können sie für die Schifffahrt auf dem See gefährlich werden. Winde während eines Sturmes verstärken sich böig und können teilweise innerhalb von 10-20 Minuten Geschwindigkeiten von 30…35 m/s erreichen. Die meisten Stürme entstehen im Anschluss an eine schwache südliche Luftströmung, die rasch auf starken NW-Wind wechselt.

Der stärkste bisher gemessene Windstoß erreichte am 13. Juli 1961 eine Geschwindigkeit von 129,6 km/h. Der windreichste Monat ist der April, der September der windärmste Monat mit Sturmwinden durchschnittlich alle zehn Tage. Zu Beginn des Sommers entstehen durchschnittlich alle drei Tage Stürme mit Windgeschwindigkeiten von über 15 m/s. Durch die Wirkung der Halbinsel Tihany und ihrer Hügelketten als Windschatten werden die Sturmgeschwindigkeiten auf dem See um das Nordostufer (zwischen Balatonfüred und Siófok) teilweise um 60 % verringert. Wegen der großen Länge zur Breite können in den verschiedenen Bereichen des Balatons unterschiedliche Wetterlagen vorherrschen. Sturm an einem Ende kann am anderen Ende Windstille gegenüberstehen.
Der Landeswetterdienst Ungarns betreibt in Siófok ein Vorwarnobservatorium, das die Wetterlage am Balaton auswertet und beurteilt. In der Touristensaison vom 1. Mai bis zum 30. September werden Sturmwarnungen ausgegeben, gestaffelt in zwei Stufen, die an 24 Punkten um den See durch verschiedene Abfolgen von Leuchtsignalen mitgeteilt werden.


Klimatologie

Der Balaton liegt im Bereich des gemäßigten Kontinentalklimas und hat im Jahr durchschnittlich 2.000 Sonnenstunden. Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit Tagestemperaturen um 28 °C und in der Nacht um 17 °C. Der Juni ist am sonnenreichsten, zehn Sonnenstunden pro Tag. August und September sind die niederschlagsärmsten Monate mit sechs Regentagen im Schnitt.



Flora und Fauna Schwann am Balaton

Der See und seine Umgebung beherbergen viele seltene und geschützte Pflanzen- und Tierarten, besonders wärmeliebende Arten.

An den nach Süden exponierten Hängen des Nordufers wachsen Mandelbäume, in vielen Gärten reifen Feigen, auch Granatäpfel sind vertreten.

Am Balaton sind 250 Vogelarten, davon 27 streng geschützte Spezien vertreten, Waldohreule, Schwarzstorch, Schwarzspecht, Kormorane, verschiedene Reiher und Löffler.


Insekten

Etwa 1.000 verschiedene Insektenarten sind am See beheimatet. Besonders bemerkenswert ist die ungefähre Anzahl von 800 Schmetterlingsarten.


Naturschutz–Nationalpark Balaton-Oberland


Die große Anzahl von seltenen Pflanzen und Tieren und die geologischen Formationen stehen unter Naturschutz und sind Teil des Nationalparkes „Balaton-Oberland“ (Balaton-Felvidéki Nemzeti Park). Der Nationalpark wurde 1997 auf einer Fläche von 56.000 ha gegründet. Er umfasst ein Areal am Nordufer der Halbinsel Tihany bis zum Süd-Westufer zum Moor des Kis-Balaton (Kleiner Plattensee). Landschaftlich ist er vielfältig, dazu gehören die hier anzutreffenden Geysirkegel aus der Zeit des aktiven Vulkanismus. Eine Besonderheit sind die Steinmeere des Káler Beckens. Im Nationalpark sind versteinerte Überreste aus dem Pannonischen Meer zu finden. Im Keszthely-Gebirge wachsen seltene Pflanzenarten. Das Sumpfgebiet des Kleinen Plattensees ist vor allem ein Vogel- und Büffelreservat.



Verkehr am Balaton / Plattensee


Der Balaton ist für den Tourismus sehr gut erschlossen. 1861 wurde am Südufer eine Bahnlinie erbaut, um Budapest mit dem österreichischen Seehafen in Triest zu verbinden. 1909 wurde die nördliche Bahnlinie eröffnet. Jeder Ort am Balaton ist mit dem Zug zu erreichen. Größere Orte sind über das InterCity-Netz gut an Budapest und andere Städte angebunden. Im lokalen Verkehr sind die meisten Züge mit Fahrradabteilen ausgestattet.
Für Querverbindungen abseits der Bahntrassen sorgen Fernbusse. Am westlichen Ende des Balaton liegt der Flughafen Balaton in Sármellék. In der Nähe von Siófok gibt es einen regionalen Flughafen in Kiliti.
Die Autobahn M 7 führt direkt von Budapest am Balaton-Südufer entlang bis zur ungarisch-kroatischen Grenze, wo die M 7 Anschluss an die kroatische Autobahn A4 nach Zagreb und Split hat. Seit Oktober 2008 ist die Autobahn durchgehend befahrbar. Die kroatische Adriaküste kann nun vom Balaton in 4 bis 5 Stunden erreicht werden. Kurz vor der kroatischen Grenze gibt es eine Abzweigung M 70 zur ungarisch-slowenischen Grenze. Über die M70 besteht seit 30. Oktober 2008 eine Autobahnverbindung nach Maribor und weiter nach Graz (slowenische A5). Durch die Autobahn M 7 hat insbesondere der Schwerlastverkehr am westlichen Südufer abgenommen.
 

Wirtschaft / Tourismus am Balaton

2004 wurde rund eine Million Touristen mit 4,3 Mio. Übernachtungen in der Region um den Balaton gezählt, damit der größte Anteil am gesamten Tourismus Ungarns. Der Anteil deutscher Gäste am Gesamtaufkommen betrug 21,3 Prozent, das ist die Hälfte der ausländischen Touristen.





Weinanbau am Balaton

Der Weinanbau hat am Balaton – genauso wie in ganz Ungarn – eine lange Tradition, die weit über 2.000 Jahre zurück reicht. Im 3. Jahrhundert ließ Marcus Aurelius Probus weitläufige Weinpflanzungen anlegen. Später machte man sich in Keszthely um die Weinzucht verdient. 1797 wurde von György Festetics die erste europäische landwirtschaftliche Fakultät gegründet. Heute gehört das Georgikon zur Universität Veszprém. Als im 19. Jahrhundert die Anbaugebiete am Balaton von der Reblauskatastrophe getroffen wurde, kamen viele Weinberge in den Besitz von Großstädtern, die darauf weitläufige Villen errichten ließen.

Die wichtigsten Weinbaugebiete am Balaton sind heute:

  1. Balatonmellék (westlich des Sees bis zur kroatischen Grenze)
  2. Badacsony (Nordufer): Olaszrizling (Welschriesling), Szürkebarát (grauer Mönch, eigentlich Grauburgunder oder. Pinot Gris), Kéknyelü (Blaustängler)
  3. Balatonfüred/Csopak (Nordufer): Olaszrizling, Furmint
  4. Balatonboglár (Südufer): Olaszrizling, Chardonnay, Leányka (Mädchentraube), Merlot, Cabernet Sauvignon
  5. Balatonfelvidék (Nordufer)

Weiter im Norden liegt das Anbaugebiet bei Somló.



Quellennachweis: Wikipedia