Ungarn Urlaub, Reisen Ungarn Plattensee - Balaton, Ferienhäuser, Appartements, Hotels Kururlaub in Heviz, Bük, Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels in Ungarn, Wellness Webprogrammierung, Webmarketing, E-Business-Consulting, Webdesign, Domains, Webhosting, Suchmaschinenoptimierung Rückrufservice - Wir rufen Sie unverbindlich zurück!

Der schnellste Weg zum
perfekten Ungarn-Urlaub

+49 (0)8161 935680

auch an Sonn- und Feiertagen

Ungarn Urlaub, Reisen Ungarn Plattensee
Ungarn Urlaub, Reisen Ungarn Plattensee - Balaton, Ferienhäuser, Appartements, Hotels Kururlaub in Heviz, Bük, Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels in Ungarn, Wellness

Ihre Reiseziele

Reiseziele, Balaton, Ungarn

IQ-Maus
Reinhard Thalhammer
Landshuter Strasse 75
D-85356 Freising
Tel. +49 (0)8161 935680
Fax +49 (0)8161 935676
iq@reisen-ungarn.de
www.reisen-ungarn.de

Impressum

Krypta Villa  Fonyod


Krypta Villa

 Kryta Villa in Fonyod  "Die Liebenden"





Jeder Mensch neigt dazu, seiner innigsten Liebe in seinem Herzen ein ewiges Denkmal zu setzen. Insbesondere gab es und wird es immer Menschen geben, die ihr Geheimnis nicht verbergen wollen, sondern dem allerheiligsten was Menschen fühlen können, nämlich der ewigen Liebe, eine Gedenkstätte errichten zu wollen.

Zu diesen Letzteren gehörte auch Eugen Abrudbányay, ein in Siebenbürgen geborener Apotheker,
der sich einer ungewöhnlichen Form des Gedenkens bedient haben soll.

Krypta Villa Bild der Liebenden




Die Geschichte begann etwa Mitte der Jahre 1910 als sich der junge Apotheker in eine anmutige, gebildete, junge Dame namens Lene verliebt hatte.

Sie verlobten sich bald, ihr Verhältnis scheiterte jedoch drei Wochen vor der Eheschließung an Lenes plötzlichem Tod.

Der Tod berührte aufs tiefste den vereinsamten Bräutigam. Er trug sämtliche Erinnerungsgegenstände seiner ehemaligen Geliebten zusammen und trauerte lange um ihren Verlust.

In der Zwischenzeit ging der Erste Weltkrieg seinem Ende entgegen, die Landkarte Europas wurde gründlich verändert: Siebenbürgen ging an Rumänien verloren.
Die Ereignisse zwangen Abrudbányay seine Heimat zu verlassen und er ließ sich mit einigen Erinnerungen an Lene im Herzen, in Fünfkirchen, auf dem Gebiet des heutigen Ungarns, nieder.
Er lebte lange Jahre allein und reiste in der Welt herum. Endlich gründete er eine eigene Familie.
Ihm wurden mehrere Kinder beschert und sie alle sollten eine ordentliche Erziehung erhalten.
Gnade: der nördliche Teil Siebenbürgens wurde, den Beschlüssen der Wiener Konferenz entsprechend, wieder Ungarn zugesprochen. Klausenburg, die Hauptstadt Siebenbürgens, wurde erneut Bestandteil unseres Landes.

Doktor Abrudbányay, der zwischenzeitlich zu einem recht betuchten Bürger geworden war, entschied sich für den Bau eines Gedenkhauses an Lene, mit der Zielsetzung, seinem lange gehegten Traum nun endlich in Erfüllung gehen zu lassen.
Er war lange auf der Suche nach einem geeigneten Platz, an dem er dann die Gebeine und manches Erinnerungsstück an Lene, ehrenvoll aufzubewahren in der Lage sein sollte.
Er fand einen Platz am Hang des Sipos-Berges in Fonyód, wo sich das Panorama mit dem in der Bucht Neapels in vieler Hinsicht ähnelte. Wie man von der Höhe Anacapris die ganze Meereseinbuchtung bei Neapel ins Auge fassen konnte, so erschloss sich dem Betrachter auch hier ein weiter Blick - von Keszthely bis zur Halbinsel Tihany - über die geschichtsträchtigen Erhebungen des Balaton-Oberlandes dahingleitend und mit dem Bild des sich am Fuße des Berges stets dahinwogenden Balaton.

Krypta Villa Das Gebäude selbst wurde im Jahre 1940 von Sándor Cserna, einem Baumeister aus Fünfkirchen im mediterranen Stil, unter Verwendung von Säulen, Erkern und einem flachen Dach erträumt. Im Untergeschoss wurde ein Gedenkzimmer untergebracht, dass den Vorbeiziehenden an die unvollendete Liebe des Liebespaares erinnern sollte. Hier hat man auch die Gebeine Lenes einmauern wollen, und diese Räumlichkeit hätte später auch der ganzen Familie Abrudbányay als Bestattungsstätte dienen sollen. Im Erdgeschoss wollte man aus Lenes Hinterlassenschaft eine kleine Gedenkstube einrichten und im Wohngeschoss hätte die Familie Abrudbányay auf ihre eigenen Kosten kommen sollen.


Die Krypta Villa wurde erbaut, die Gebeine sind jedoch in Fonyód nie angelangt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte Siebenbürgen nämlich wieder in rumänischen Besitz.
Familie Abrudbányay konnte ihrerseits den herrlichen Fernblick von ihrem Bau aus nur bis 1949 genießen,
dann wurde das Gebäude verstaatlicht.
Familie Abrudbányay musste mit leeren Händen ausziehen.

Nach der Enteignung fungierte die Krypta Villa eine Zeitlang als Sozialwohnung bzw. Poliklinik weiter.
Im Laufe der 50er und 60er Jahre wurde "die Krypta" mit Zustimmung der ehemaligen Besitzer noch als touristische Sehenswürdigkeit präsentiert und bald darauf eilte sie ihrem endgültigen Verfall als Abladeraum entgegen. 

Um die Jahrtausendfeier wurde ihr durch eine mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung verbundenen Initiative der Fonyóder Selbstverwaltung, mitsamt den Zuschüssen aus dem staatlichen Szèchenyi Förderfonds,
zu einer neuen Existenz verholfen.

Kypta Villa RaumIm Untergeschoss können nun Lene und Eugen ihren gemeinsamen Traum unbehelligt weiterführen.
Der Traum ist deswegen ein Traum geblieben,
weil er nie erfüllt werden konnte.



Das Denkmal beweist das Fortbestehen einer zwar selten anzutreffenden, aber doch noch existierenden großen und dauerhaften Liebe, der auch durch den Tod keine Ende gesetzt werden konnte.
Es zeigt die Treuherzigkeit und Dauerhaftigkeit der persönlichen Erinnerungen der Betroffen.


Der überlieferten Sage nach, wird die Liebe eines jungen Paares nie zu Ende gehen,
wenn sich die Liebenden einmal über dem in Stein gehauenen Ehebett, die Hände gereicht haben.

Kypta Villa Steinbett.


stand 2012

Adresse: Krypta Villa
József utca 16
8640 Fonyod