Mit dem Bau der ersten Festung in Fonyód begann man 1544.
Da die vorrückenden Türken eine immer größe Gefähr für die Einwohner des Dorfes bedeuteten,
benötigte man zur Verteidigung möglichts schnell einen widerstandsfähigen Schutz.
Aufgrund dieses Zeitdrucks verliefen die Bauarbeiten nicht vollständig nach den Entwürfen.
Liebeigene errichteten die Festung mit Materialien aus der Umgebung.
Die Wiederstandsfähigkeit lag hier nicht in den Mauern, sondern in den natürlichen bzw. unnatürlichen Hindernissen, die die Festung unzugänglich machten.
Die größte Verteidigung gab Fonyód der Sumpf.
Das Dorf war bis 1900 nur auf dem Wasserweg vom Balaton aus zu erreichen .
Bis auf einen einzigen Weg, der eine Landzunge aus der Richtung von Bézseny war.
Diese zwei Wege mussten verteidigt werden. Falls der Feind doch ins Dorf gelangen sollte, gab es einen wassergefüllten Festungsgraben um die Burg, durch den er sich noch durchschlagen musste. Mit einer Erweiterung der Festung begann man 1544, mit der man in einigen Jahren fertig werden musste, da sie es schon mit den Türken aufnehmen musste.
Die viereckige Burg hatte eine Grundfläche von 60 x 60 m, über die während der Türkenriege Bálint Palonai Magyar (der Mann von Brigitta Lengyel) herrschte.
Er war einer der berühmtesten und berüchtigsten Burgherren und Krieger seiner Zeit.
Die Türken konnten erst nach seinem Tod (1573) am 3.8.1575 die Burg erstürmen. Sie zerstören die Festigung, damit sie im Falle einer Rückeroberung nicht mehr nutzbar sein sollte.
Nach einer unbewohnten Periode wurde Fonyód im 19. Jh. wieder besiedelt.
Im Laufe der Ansiedlung wurden die Steine der Ruinen von der armen Bevölkerung auseinander getragen lediglich der Festungsgraben ist vollständig erhalten geblieben.
Stand 2010