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Reiseziele, Balaton, Ungarn

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Gyenesdias 

Ausflügsmöglichkeiten:
  1. Der Berzsenyi Aussichtsturm auf dem Petö-Berg (350 m). Folgen Sie der roten Wandermarkierung
  1. Die St. Helenen Kapelle mit ihrem sehenswerten Fassadenturm
  1. Die etwa 8 Meter lange Vadlánlik Höhle am Fuße des Diás Gebirges

Gyenesdias liegt am Plattensee (ung. Balaton) und ist der unmittelbare Nachbarort von Keszthely in Ungarn.
Er lebt zum großen Teil vom Fremdenverkehr. Der Ortsname Gyenesdias entstand anno 1840 durch die Zusammenlegung der Orte Gyenes und Diás.
Es gibt dort 2 Strände, wovon der größere mit einer Wasserrutsche ausgestattet ist.
Außerdem gibt es dort einen Segelhafen und 2 Kirchen. Gyenesdias bietet den Touristen eine große Zahl von Restaurants, in denen man sehr preiswerte Speisen und Getränke bekommt.
Der Ort entwickelt sich zunehmend zu einem der beliebtesten Ferienorte am Plattensee und ist aufgrund seiner Nähe zu Keszthely, Zalakaros und der weltberühmten Heilbadstadt Hévíz auch für Dauergäste interessant.


Kultur in Gyenesdias:

Die Gemeinde hat nur eine einzige richtige kulturelle Institution, die Attila József Bibliothek,
die eine Reihe von verschiedenen kulturellen Funktionen erfüllt. Neben der Bücherei spielt auch die "Stiftung für Öffentliche Kultur" im Kulturleben der Ortschaft eine sehr bedeutende Rolle.
Sie ermöglicht die Existenz von mehreren Amateurkunstgruppen und Klubs, wie zum Beispiel die

  1. die Gyenesdiáser Volkstanzgruppe (die jährlich 50 Vorführungen hat)
  2. der 24-köpfige Dorfchor
  3. der Gyenesdiáser Volksängerverein
  4. die Schauspielgruppe
  5. der Gyeneser Männerchor.

Gyenesdias Geschichte:

Das Gebiet des heutigen Dorfes war schon seit der Jungsteinzeit (3500 v. Chr.) von Menschen bewohnt, aber die Zahl der archäologischen Funde nimmt bedeutend erst mit der Römerzeit zu, und liefert Beweise über eine reiche Vergangenheit.

In Verbindung mit der nahe gelegenen römischen Festung namens Valcum (das heutige Fenékpuszta) lebte eine starke Kolonie im Gebiet des heutigen Gyenesdiás.
Eine bedeutende archäologische Entdeckung von hier war der 1400-jährige Friedhof mit 301 Gräbern vom Zeitalter der sogenannten "Keszthelyer Kultur" (eine Bevölkerung römischer Abstammung).

Man fing hier an, Menschen zu beerdigen gegen 630 n. Chr., als die christliche Bevölkerung nach einem Bürgerkrieg von der awarischen Militärmacht unterworfen wurde.
Der regionale Militärführer der Region und seine Familie hatten ihren Sitz hier, und sie wurden auch hier beerdigt.

Die Einmaligkeit des Friedhofs liegt daran, dass das Grab des gegen 660 n. Chr. verstorbenen Führers, von Grabräubern nicht zerstört worden ist. Es ist das erste offiziell ausgegrabene mittel-awarische Grab des Karpatenbeckens.
Deshalb reiste der "Haupt von Gyenes" in seinem Tod mehr als in seinem Leben; er ist in mehreren Museen ausgestellt worden (auch in Deutschland und Österreich).
Ein anderer wichtiger Fund, ein ungarischer Friedhof aus der Zeit der ungarischen Landnahme, ist hier auch freigelegt worden.


In späteren Jahrhunderten existierten drei Gemeinden auf dem heutigen Gebiet von Gyenesdias, unter denen Falud aus der Arpadenzeit die älteste war. Ihre St. Erzsébet Kirche wurde zum ersten Mal im Jahre 1333 erwähnt, aber durch Ausgrabungen konnte man feststellen, dass die Siedlung schon seit dem 11. Jahrhundert bewohnt war.

Das Dorf wurde von streifenden türkischen Truppen 1548 niedergebrannt, aber sie wurde bis in das 17. Jahrhundert bewohnt. Die Ruinen der Kirche wurden im 19. Jahrhundert von den Einwohnern  Gyenes weggeschafft. Sie bauten sich mit dem Baumaterial der Kirche eine eigene.

Anlässlich der Feierlichkeiten "1100 Jahre ungarischen Landnahme" errichtete die Gemeinde ein Denkmal auf dem Platz des mittelalterlichen Friedhofs in der Nähe der ehemaligen Kirche zur Erinnerung an das einstige Dorf.


Gyenes, der westliche Teil der heutigen Gemeinde, wurde schon 1696 als Weinberg von Falud erwähnt. Sein Name stammt von dem Vornamen Dénes/Dionysius ab; auf einem Siegel von 1766 befand sich schon der Name Gyenes.
1807 wollten die Weingartenbesitzer von Gyenes auf dem Weinberg eine Kapelle bauen. Sie haben deshalb die noch stehenden Ruinen der St. Erzsébet Kirche, des ehemaligen Falud, abgetragen. Der Bau scheiterte, da György Festetics die Kapelle "auf seinem Grundstück nicht bauen lassen wollte". Die Kirche ist anschließend, ein paar Jahre später, 1826 im klassizistischen Stil mit Unterstützung von László Festetics doch gebaut worden. Zu Ehren der Schutzheiligen der Tochter von László Festetics hat die Kirche den Namen St. Ilona (Helene) bekommen.


Der Name von Diás - der östliche Teil der heutigen Gemeinde - stammt wahrscheinlich von dem ungarischen Namen der hier heimischen Walnuss.
Die Ortschaft wurde zum ersten Mal 1341 urkundlich erwähnt.


Gyenes und Diás sind 1840 zu einer einzigen selbstständigen Gemeinde vereinigt worden,
die bei der ersten Volkszählung von 1869, 948 Einwohner hatte. Die Entwicklung der Gemeinde war bis Ende des Jahrhunderts sehr langsam; die Einwohnerzahl begann erst ab 1890 schneller zu wachsen.
Eine Ursache dafür war die Phylloxeraepidemie (1889), nach der die zunichte gewordenen Weingüter, Kelter und Weinkeller von Ansiedlern aufgekauft wurden.

1871 wurde auch die erste Schule der Gemeinde, im Gebäude des ehemaligen Zehntenhaus, eröffnet. Später wurde daraus eine Kneipe und heute der befindet sich der Kindergarten in dem Gebäude.


Dank seiner günstigen Lage (das Plattenseeufer, das Keszthelyer Gebirge, die Nähe von Keszthely und Hevíz, die Sehenswürdigkeiten des Dorfes und seiner Umgebung), dem großartigen Klima (830 Stunden Sonnenschein im Sommer, Wassertemperaturen oft bis 25 °C, milder und langer Herbst), den verschiedenen touristischen Attraktionen (Baden, Wassersport, Segeln, Angeln, Reiten, Bogenschießen, Sportschießerei, Wandern, die ungarische Kultur, traditionelle Kultur- und Sportveranstaltungen, Folklore und Gastronomie, usw.) und der Gastfreundschaft der Bevölkerung ist das heutige Gyenesdiás ein idealer Reiseziel und Urlaubsort für jeden in jeder Altersklasse, der Urlaub mit hoher Qualität zum günstigen Preis sucht.



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