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Kehidakustány ist ein ungarisches Dorf und Kurbad mit 1.050 Einwohnern im Komitat Zala. Die Gemeinde gehört zum Kleingebiet Zalaszentgrót in Westtransdanubien.
Die Gemeinde im Tal des Flusses Zala, die auf eine abwechslungsreiche historische Vergangenheit zurückblicken kann, ist seit mehreren Jahren Reiseziel vieler, die wunderschöne Natur, 43 °C warmes Heilwasser und Heilung und Erholung suchen. Die Siedlung wird wegen des vor kurzem eröffneten Erlebnisbades mit Recht Familienbad genannt. Die Nähe des Ortes zum Balaton, dem Teich von Hévíz, der kroatischen, slowenischen und österreichischen Grenze, die Ruhe und das angenehme Klima des Tals machen dieses Heil- und Erlebnisbad auf vier Hektar anziehend.
Kehidakustány liegt in einer Ebene zu beiden Seiten des Flusses Zala, über den zwei Brücken die Ortsteile verbinden. Der Ort ist über eine Nebenstraße erreichbar. Die nächstgelegenen größeren Orte sind Hévíz (11 km), Keszthely (17 km), Pacsa (18 km) und Zalaegerszeg (23 km).
In der Vergangenheit war die Stelle geeignet zur Durchquerung des Flusses. Daher entstanden zu beiden Seiten des Flusses Siedlungen, nämlich Kehida am westlichen Ufer und Kustány am östlichen.
Die Eisenbahn erreichte den Ort im Jahr 1895. Im Jahr 1977 wurden die Dörfer Kehida und Kustány zur Verbandsgemeinde Kehidakustány zusammengefasst.
Der Ort ist seit der Bronzezeit besiedelt. Später ließen sich dort Kelten und Awaren nieder. Der Ortsname wurde erstmals in der Goldenen Bulle von 1222 erwähnt. 1588 zerstörten die Türken den Ort. Von 1824 an lebte hier der Justizminister der ersten unabhängigen ungarischen Regierung, Ferenc Deák, der nach dem Freiheitskampf die führende Gestalt des passiven Widerstandes war.
Das Deák-Landhaus wurde renoviert und erwartet die Besucher der Gedenkstätte mit einer Ausstellung, die des Ortes würdig ist. Im Friedhof von Kehida findet man die uralte Kirche der Siedlung, die im 13. Jahrhundert gebaut wurde. Sie wurde später die Begräbnisstätte der Deák-Familie, heute ist sie eine Kapelle.Ein Schmuckstück der Hauptstraße von Kustány ist ein hölzerner Glockenstuhl, der auch heute noch manuell geläutet wird.
Früher war die einzige Einnahmequelle der Siedlung die Landwirtschaft. Das am Anfang der 1980er Jahre erschlossene Thermalwasser veränderte radikal das Leben der Gemeinde. Das Thermalbad wurde sowohl unter den ungarischen als auch den ausländischen Gästen immer mehr beliebt.
Kehida.
Sehenswürdigkeiten
Im Kehida Thermal-, Heil- und Erlebnisbad gibt es heute 5 Freiluft- und ein bedecktes Becken. Im Sommer 2002 wurde das 1500 m² große Erlebnisbad übergeben. Außer dem Bad ist die Siedlung und ihre Umgebung für den Ritt, den Radsport und für Wanderungen geeignet. Die Angler erwarten zahlreiche ausgebaute Angelplätze. Die nahen Wälder sind reich an edlem Wild. Besondere Veranstaltungen sind die "Kavalkade zu Kehida" zu Ostern sowie das "Reiterpokal Thermal" Ende August.