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Siofok

Seheswertes in Siofok 

  1.   Der im Jahre 1912 errichtete Wasserturm.
  2.   Das Gedenkmuseum des Komponisten Imre Kálmán in der gleichnamigen Straße.
  3.   Hafen mit Mole und Seepromenade sowie das meteorologische Observatorium.Geschichte

 

Siofok Geschichte


  • Dank den Entwicklungen der vergangenen Jahre beginnt die Siedlung zur Stadt der Parkanlagen und der Blumen zu werden. In dieser Hinsicht ist der Milleniumspark vor dem Bahnhof besonders hervorzuheben.

    Die Stadt, 106 Km weit von Budapest entfernt, kann, dank ihrer ausgezeichneten Verbindungen mit PKW, Autobus, Zug oder Flugzeug genauso gut, aus jeder Richtung erreicht werden.

  • Die Geschichte der Garten von Siófok:

  • Der Name Siofok als Bezeichnung eines Ortes ist seit 1055 bekannt. Als Meilenstein der neuzeitlichen Geschichte der Stadt ist jedoch das Jahr 1863 zu betrachten, als der Bahnhof und der Schiffshafen erbaut wurden. Von diesem Jahr an wird Siofok als Badestadt registriert. Immer mehr durch Siofok nach Füred reisende Gäste erkannten, dass dank des feinen sandigen Seebodens und günstigen Klimas Siofok derjenige Badeort am Balaton ist, der sich den besten Gegebenheiten rühmen kann.
    Die Ortseinwohner haben die ungeordnete Gemeinde mit großer Sorgfalt in eine mit Blumen und Grünflächen verzierte Siedlung umgewandelt. Die erste bedeutende Verschönerung der Gemeinde erfolgte im Frühling 1866. Die Ankündigung des Besuches von Elisabeth, der von den Ungarn heißgeliebten Sissi bedeutete in einem auch die Anerkennung der sich entwickelnden Balatoner Badekultur.
     "Die Eisenbahngesellschaft lässt an den Straßen und am Ufer des Sió-Kanals Bäume anpflanzen, das Gelände ordnen und einen prächtigen Wartesaal erbauen ..." - wird am 14. April des Jahres über Siofok berichtet. Über die ähnlichen Anstrengungen des Badeigentümers Ignác Végh erscheint drei Tage später ein Artikel. Infolge des Krieges zwischen Preußen und Österreich ist es aber doch nicht zum Besuch der Kaiserin gekommen. Die Anstrengungen waren jedoch nicht umsonst, da bereits im nächsten Jahr, 1867 über Siófok berichtet wird, dass "alle Anzeichen darauf deuten, daß dieser Badeort von der Zukunft begünstigt wird." In einem umfassenden Bericht im September wird jedoch vermerkt, daß das Badehaus nur durch einen Weg ohne Schatten zugänglich ist und sich im Somogyer Nadelwald keine Bänke befinden.
    Ein Pressebericht aus 1870 zeigt jedoch schon die Berücksichtigung des Umweltbedarfes des Publikums an: "Die Domäne ... lässt die Baumplantagen am Seeufer in Ordnung bringen, Gehwege mit Bänken errichten, der Badestrand ist also bereits durch einen schattigen Weg zu erreichen."

    Die Gärten von Siófok und die Entwicklung des Ortstourismus waren immer eng miteinander verbunden. Der nächste bedeutende Schritt erfolgte nach der Gründung der von Henrik Glatz angeregten Siófok Balatonfürdo Rt. im Jahre 1891. Die Gesellschaft ließ neben der Gründung von zwei großen Hotels auch eine 700 m lange, mit Platanen verzierte Promenade erbauen:
    "Darüber hinaus wurde auch eine eigene Gärtnerei unter der Leitung eines vom deutschen Meeresufer angereisten Gärtners namens Fritz errichtet. Seiner Sorgfalt ist es zu verdanken,
     dass die Blumen zur Verzierung der Siedlung... aus eigenem Anbau gesichert wurden."
    "Auch die Pflege des kleinen Waldes am Ufer des Sió-Kanals obliegt der Gesellschaft,
    er wurde planmäßig umstrukturiert, mit Spazierwegen und Bänken ausgerüstet und am Ufer des Balatons wurde ein hübscher Pavillon aufgestellt. Aber auch im neuerrichteten Englischen Garten, der durch das Planieren von mehreren Tausend Wagenladungen Sand ins Leben gerufen wurde, wuchsen die vom Hauptgärtner Fritz angepflanzten, den Sandboden am meisten liebenden Laubbäume mit überraschender Geschwindigkeit." Seit der Gründung der Aktiengesellschaft kann in Siofok über eine fachkundige Gärtnerei gesprochen werden. Von da an beginnt die planmäßige Errichtung von Parkanlagen, Promenaden, die Berücksichtigung der Arteneigenschaften, das Komponieren des Verhältnisses zwischen den verschiedenen Pflanzen und ihren Gruppen.

    Das 1902 veröffentlichte, von János Sági verfasste Werk "Der Balaton in Text und Bild" äußert sich hingerissen zu Siofok. Für den Autor liegt der Zusammenhang zwischen der wachsenden Popularität des Badeortes und der angesiedelten Gärtnereikultur auf der Hand. "Siófok ist der bekannteste und meistbesuchte Badeort nicht nur der Balatongegend, sondern auch des ganzen Landes, der auch die ausgefallensten aristokratischen Ansprüche befriedigt, sogar zum Empfang von fürstlichen Persönlichkeiten geeignet ist. Es ist eine hübsche Großgemeinde... Auf einem Gelände von 60 Morgen wurden Tausende von Bäumen, Zierpflanzen, prächtigen Blumen angepflanzt. Dank des dichtbewohnten Badeortes, der schönen Alleen, des grünen Wäldchens entwickelte sich alsbald ein reges Leben."
    "Die Zunahme der Anzahl der Badbesucher hat mit der Erstarkung, Kräftigung des jungen Auenwaldes, des zarten Waldes Schritt gehalten und erreichte in mehreren Jahren sogar 50.000."
    Die Gartenkultur von Siofok wirkte sich zu dieser Zeit bereits auf mehrere Siedlungen aus. "Die Gärtnerei verwaltet eine reiche Baumschule teils im Dienste des Baumpflanzungsprogramms anderer Balatoner Siedlungen."

    Auch später veröffentlichte Reiseführer heben die 1891 angeschnittenen Gärtnereiarbeiten hervor. Laut dem vom Balaton-Verband 1912 herausgegebenen Reiseführer verwirklichte die Aktiengesellschaft auf dem früher vernachlässigten Gelände eine "prächtige Kultur".
    Der Reiseführer vom Jahre 1925 wiederholt diese Behauptung. Auf einen erhöhten Bedarf an Gärtnereiarbeiten deutet die Tatsache hin, dass Lajos Flament, Kunst- und Landschaftsgärtner französischer Abstammung neben der Anpflanzung von Zierbäumen, Gesträuch und lebenden Pflanzen die Planung und den Anbau von Gärten und Parkanlagen empfiehlt. Eine wichtige Information der Anzeige zeigt die anspruchsvolle Facharbeit: "Für Gartenplanung ausgezeichnet!" Es scheint aber, als herrschte im Bereich des Gartenbaus weiterhin eine Nachfrage, da 1927 die Siófok Fürdobérlo és Fejleszto Rt. auf einem Gelände von 2 Katastraljoch in der Gemeinde auch eine Baumschule in der Gemeinde errichten ließ, da sie den Anbau von Zierbäumen und -Sträuchern bzw. Parkanlagen entbehrte.


  • Auch die Stadtverwaltung von Siofok erkannte die Wichtigkeit der planmäßigen Bewirtschaftung der öffentlichen Grünflächen. 1928 bestimmte das Abgeordnetengremium unter der Führung des leitenden Gemeindeschreibers einen achtköpfigen Ausschuss zur planmäßigen Baumpflanzung und zur Verschönerung der Plätze und Straßen der Gemeinde.

    Von da an konnte sich Siofok im Voraus geplanter Plätze und Straßen rühmen, die Anfertigung von Gärtnereiplänen wurde also zum Bestandteil der Gemeindeentwicklung und -planung.

    Das alte Siofok war offensichtlich stolz auf seine Garten- und Parkanlagen, da im Großteil der ehemaligen Bildzeitungen Parkanlagen, Gärten, Alleen abgebildet waren und sich die Hotels und Gastgewerbeeinheiten in einer dem Gebäude angepassten grünen Umgebung darstellen ließen.
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