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Szentgotthárd


Szentgotthárd (deutsch St. Gotthard) an der Raab ist eine westungarische Grenzstadt im Komitat Vas, die im Norden und Westen von Österreich (Burgenland) und im Süden von Slowenien umgeben ist. Die Stadt ist das Zentrum der slowenischen Minderheit in Ungarn. Die Anzahl der Einwohner dieser Kleinstadt beträgt beinahe 9000.

Geschichte von Szentgotthárd

Ursprung der Stadt Szentgotthárd ist das von König Bela III. 1183 gegründete Kloster Szentgotthárd, das von französischen Zisterziensermönchen besiedelt wurde und nach dem Heiligen Godehard von Hildesheim benannt wurde.

1664 errang Graf Montecúccoli zu Beginn der Herrschaft Leopolds I. einen bedeutenden Sieg gegen die Türken in der Schlacht bei St. Gotthard/Mogersdorf. Osmanische Truppen unter Ahmed Köprülü, welche die Hochwasser führende Raab überschritten und angegriffen hatten, wurden vernichtend geschlagen.
Nach Eröffnung einer Eisenbahnlinie, die eine Verbindung zum österreichischen Graz herstellte, siedelten sich in Szentgotthárd mehrere Betriebe an, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und damit auch einer Verbesserung der Infrastruktur beitrug. Diese positive Entwicklung hielt bis zum Ersten Weltkrieg an. Danach geriet
Szentgotthárd aufgrund ihrer Grenzlage und nach der Errichtung des „Eisernen Vorhangs“ 1945 in Bedeutungslosigkeit. Zum 800-jährigen Gründungsjubiläum wurde Szentgotthárd zur Stadt erhoben. Nach der Öffnung der Grenzen 1989, vor allem aber nach dem Beitritt Ungarns zur Europäischen Union erlebt die Stadt Szentgotthárd wieder einen Aufschwung, der sich auch in grenzüberschreitenden Projekten äußert.

In der Stadt
Szentgotthárd befindet sich eine der schönsten Barockkirchen Ungarns, die wegen ihrer hervorragenden Akustik ein idealer Platz für Orgelkonzerte ist. Neben der Kirche steht das einstige Klostergebäude (heute Bürgermeisteramt), bzw. der Theatersaal auf den Grundmauern der sog. Kornspeicherkirche. Hinter der Kirche können sich die Besucher im prächtigen barocken Garten erholen, der nach den Originalplänen von Franz Anton Pilgramm errichtet wurde.
Das Ágoston Pável Heimat- und Nationalitätenmuseum ist die einzige Sammlung der slowenischen Nationalität in Ungarn.
Etwa 7 km vom Stadtzentrum
von Szentgotthárd liegt der aufgestaute Teich Hársas-tó, einer der schönsten, natürlich wirkenden künstlichen Teiche des Landes. Es gibt das Sankt Gotthard Spa & Wellness Erlebnisbad.

Mehrere Großveranstaltungen in
Szentgotthárd machen auf die Stadt aufmerksam: Die Historischen Tage von Szentgotthárd (das Wochenende nach dem 1. August), Rathausabende (freitags vom Juni bis August) und Weihnachten ohne Grenzen (in der Woche vor Weihnacht).

  1. Hotel in Szentgotthárd